Der Verein Bell-Amis e.V. wurde am 10.01.2005 in Heusenstamm gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Bindeglied zu sein zwischen Mensch und Hund, denn das gemeinsame Miteinander gelingt nur, wenn Hund, Hundeführer und hundelose Mitbürger einander verstehen und akzeptieren. Diesen Leitgedanken zu verfolgen, bedeutet, an verschiedensten Punkten zu arbeiten.  Unsere Tätigkeiten teilen sich auf:

1. Beratung von Hundebesitzern

Ein Hund

- darf Mitmenschen gegenüber nicht aufdringlich sein

- muss auf Ruf folgen

- muss in seiner Familie richtig integriert sein

 

Viele Probleme mit Hunden entstehen durch Unwissenheit des Besitzers. Bei Treffen und gemeinsamem Gassi gehen können der Hund und sein Besitzer beobachtet und gezielt beraten werden. Gemeinsames Üben der Unterordnung, bei Fortgeschrittenen auch unter Ablenkung bei Alltagssituationen, festigen das Können sowohl von Zwei- als auch Vierbeinern.

2. Beratung von werdenden Hundebesitzern

Vor der Anschaffung eines Hundes sollten sich die zukünftigen Besitzer Gedanken darüber machen, was sie mit ihrem zukünftigen Partner machen wollen bzw. ihm bieten können. Jeder Hund hat einen anderen Charakter, außerdem noch unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten. Dieses zu berücksichtigen bewirkt, Problemen vorzubeugen. Unser Verein steht hier durch Beratungsgespräche und Erfahrungsaustausch auch Nichtmitgliedern gerne zur Verfügung.

3. Kinder- und Jugendarbeit

Der verantwortungsvolle Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Hunden fördert

- soziale Kompetenz

- Kommunikationsverhalten

- soziale Integrationsfähigkeit

- Verantwortungsbewusstsein

- Konzentrations- und Lernfähigkeit

- Arbeitsdisziplin

 

Aus diesem Grunde ist es für uns sehr wichtig, das Interesse der jungen Menschen am Zusammensein mit Hunden zu fördern. Dieses lässt sich z. B. bei Agility gut umsetzen.

 

4. Förderung der artgerechten Hundehaltung

Ein Hund, der nicht artgerecht gehalten wird, kann eine echte Plage sein. Ständiges Bellen, fremde Menschen anspringen etc. werden von niemandem gerne gesehen. Leider werden die meisten Hunde nicht genügend gefordert, sie suchen sich ein Ventil, um ihre Energie loszuwerden. Die Mitglieder unseres Vereins sind darum bemüht, ihre Hunde auf verschiedene Art und Weise, je nach Begabung des Hundes, auszulasten durch:

 

- Dogging

Beim Dogging, dem gemeinsamen Joggen von Mensch und Hund, profitieren beide Seiten von körperlicher Fitness und der frischen Luft. Und da man nie alleine läuft, sondern immer mindestens zu zweit ist, macht es einfach mehr Spaß und animiert den Hundehalter, öfter zu laufen.

 

- Agility

Beim Agility geht es darum, dass Hund und Mensch mit Spaß als ein Team zusammenarbeiten. Bindung und Vertrauen zwischen beiden werden durch diese Zusammenarbeit gefestigt, die Unterordnung des Hundes wird gefördert.

 

- Trailen

Beim Trailen wird die Nase, ein sehr wichtiges und empfindliches Organ des Hundes, artgerecht gefordert. Diese Arbeit lastet den Hund kopfmäßig stark aus.

 

 

Üben der freien Ablage
Üben der freien Ablage

Zur artgerechten Haltung gehört auch die richtige Erziehung. Natürlich ist hierbei ein wichtiges Thema die Unterordnung wie z.B. BLEIB, SITZ, PLATZ und FUSS.

 

Ebenso wichtig aber sind Konsequenz, Beachtung und auch Nichtbeachtung des Hundes vom Hundeführer im richtigen Moment. Dieses will gelernt sein. Auch hier ist das gemeinsame Trainieren in der Gruppe oder auch, je nach Bedarf alleine unter Anleitung, von großer Bedeutung.

SITZ und PLATZ unter Ablenkung
SITZ und PLATZ unter Ablenkung

Artgerechte Haltung bedeutet auch, den Hunden ein möglichst natürliches Leben zu ermöglichen. Das bedeutet Bewegung und Kommunikation unter Hunden. Darf ein Hund nicht mit seinesgleichen zusammen sein, und darf er sich nicht ausreichend bewegen, so wird er schwierig. Ewiges Ziehen an der Leine, dauerndes Bellen und die unerwünschte Begeisterung über wildfremde Menschen sind häufig die Folgen. Ist man in der Erziehung des Hundes so weit fortgeschritten, dass er sich ohne weiteres herbeirufen lässt, kann der Hund u. U. im freien Gelände spielen. Aber gerade junge Hunde, deren Bewegungsdrang noch wesentlich stärker ist und die ihre Sozialisation noch nicht abgeschlossen haben, sind in der Unterordnung noch nicht so weit fortgeschritten. Verantwortungsbewusste Hundehalter halten ihren Junghund deshalb an der Leine, die Entwicklung dieses Tieres läuft dadurch aber bei weitem nicht so optimal, wie es gewünscht ist. Ein sicheres, eingezäuntes Gelände, in dem jeder Hund sich frei bewegen kann, ist deshalb eines der vorrangigsten Wünsche unseres Vereines.

5. Aufklärung

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Haltung eines Hundes sowohl die physische als auch die psychische Verfassung des Besitzers und seiner Familie positiv beeinflusst. Nun kann aber nicht jeder ein Tier halten. Leider ist die Unwissenheit in diesen Familien über die Bedürfnisse und das Verhalten von Tieren häufig so groß, dass Unsicherheit und Ängste entstehen, wo keine da sein müssten. Speziell bei der Begegnung mit Hunden kann dieses zu Missverständnissen zwischen Zwei- und Vierbeinern führen. Selbst ein am Spaziergänger vollkommen uninteressierter Hund kann durch Fehlverhalten zum Spielen animiert werden. Er freut sich über die vermeintliche Spielaufforderung, bellt vor Freude und springt eventuell sogar am Gegenüber hoch.

 

Aus diesem Grund ist jeder, der sich über das Verhalten von Hunden erkundigen möchte, bei uns herzlich willkommen. Aufklärungsgespräche und –auf Wunsch- ein Mit-Gassi-gehen mit Erläuterungen und Beobachtungen des Hundes können helfen, Unsicherheit und Ängste abzubauen.

6. Sonstiges

- Zusammenarbeit mit Tierärzten

- Zusammenarbeit mit Hundetrainern und Hundeschulen

- Verleihen von Fachbüchern

- Unterstützung bei Abwesenheit des Hundehalters,

  z. B. bei Krankenhausaufenthalt

- Welpen-/Junghundekurse

- Erste-Hilfe-Kurs in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt